Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik Aktuelles
Das IKK präsentiert Forschungsergebnisse auf der CIRP ICME '25

Das IKK präsentiert Forschungsergebnisse auf der CIRP ICME '25

© IKK
Von links nach rechts: Felix Mehrens (IKK), Niklas Rode (IKK), Michael Wulf (IFW) und Frederik Wiesener (IFW) auf der CIRP ICME `25

Auch in diesem Jahr trafen sich vom 16. bis 18. Juli wieder mehr als 220 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt auf Ischia, am Golf von Neapel, zur CIRP Conference on Intelligent Computation in Manufacturing Engineering 2025 (CIRP ICME '25). Eingeladen hatten dazu die CIRP und das Fraunhofer Joint Laboratory of Excellence on Advanced Production Technology (Fh-J_LEAPT UniNaples), um über Forschungsergebnisse aus den Bereichen der digitalen Produktion der Zukunft, der nachhaltigen Produktionsprozesse sowie dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Produktionssysteme zu berichten.

Neben dem IKK, vertreten durch die Beiträge von Niklas Rode und Felix Mehrens, nahmen mit Michael Wulf und Frederik Wiesener vom Institut für Fertigungs- und Werkzeugmaschinen (IFW) zwei weitere Forscher der Fakultät Maschinenbau von der Leibniz Universität Hannover an der CIRP ICME '25 teil. Sie zeigten in interessanten Vorträgen ihre aktuellen Ergebnisse aus dem Beriech der simulativen Vorhersage von Verschleiß- und Reibungseffekten sowie der Optimierung des Prozessverständnis im Werkzeugschleifprozess.

Einen Beitrag zum Thema der nachhaltigen Produktionsprozesse leistete dabei die Präsentation der Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „TurbuStruk“, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Zusammen mit dem IFW untersuchte Felix Mehrens den Einfluss von Oberflächenstrukturen in Temperierkanälen von Spritzgießwerkzeugen auf die Kühlzeit. Der Ansatz: Die Kühlkanalwände sind so strukturiert, dass sich gezielt turbulente Strömungen erzeugen lassen, welche eine verbesserte Wärmetransportleistung gegenüber laminarer Strömung besitzt. So können die Kühl- und Zykluszeit reduziert werden, was unmittelbar zu einer gesteigerten Produktivität, Wirtschaftlichkeit und verbesserter Energieeffizienz der produzierten Kunststoffbauteilen führt.

Niklas Rode untersuchte in seiner Arbeit den Einfluss von verschiedenen Katalysatoren (Metallocen- und Ziegler-Natta) bei der Polypropylenproduktion auf die physikalisch-chemischen Eigenschaften nach dem wiederholten mechanischen Recycling unter Berücksichtigung der thermo-oxidativer Alterung. Seine Untersuchungen zeigten, dass sich die Materialien durch den Alterungsprozess in Kombination mit den wiederholten Recyclingversuchen mit signifikantem Einfluss auf die Molekulargewichtsverteilung strukturell und mechanisch erheblich verändern. Gleichzeitig nimmt jedoch der Einfluss der beiden Katalysatorysteme, welche sich hauptsächlich in der Breite der Polymerkettenverteilung unterscheiden, mit der zunehmenden Anzahl an Recycling-Loops ab.

Im Zentrum der dreitägigen Konferenz stand neben dem fachlichen Austausch insbesondere das Networking. Inspirierende Einblicke in andere Forschungsarbeiten und -ansätze, wertvolles Feedback zu den eigenen Projektergebnissen und neue Kontakte für potenzielle interdisziplinäre Kooperationen machten die Teilnahme besonders gewinnbringend. „Durch den Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedensten produktionsnahen Fachrichtungen habe ich wertvollen Ansätze, Methoden und Ideen erhalten, die enorm wertvoll für meine eigene Forschungsarbeit sind“, resümiert Mehrens.