Plastics Europe Deutschland hatte zu einer Podiumsdiskussion auf der K 2025 geladen zu der Dr. Ralf Duessel, Präsident von Plastics Europe Deutschland, das neuste Papier „Kreislaufwirtschaft PLUS“ als Impuls vorstellte.
Demnach ist die Branche insgesamt gut aufgestellt und dennoch geht der globale Marktanteil zurück. Der Erfolgt scheitert nicht an technologischen Fragestellungen, sondern an
- langsamen Genehmigungsverfahren,
- hohe Energie- und Lohnnebenkosten,
- unzureichend definierten Rezyklatquoten und
- klaren Vorgaben durch die öffentlichen Beschaffung sowie
- der Umsetzung der deutschen Kreislaufwirtschaftsstrategie.
Wie also kann Europas Weg in die Zukunft aussehen?
Aus Sicht der Diskussionsteilnehmer ist neben den verbesserten Rahmenbedingungen durch Politik und Regulierungsbehörden ein intensiverer gesellschaftlicher Umgang mit den Themen Klimawandel, Verschmutzung und Biodiversität notwendig. Die globalen Herausforderungen und die damit verbundenen Kosten können nicht alleine in Europa, in Deutschland gemeistert werden, solange der Wettbewerb mit autokratischen Systemen erfolgt, die diese Herausforderungen negieren. Transformationsprozesse sind kostspielig und viele Unternehmen stehen wirtschaftlich mit dem Rücken an der Wand oder mussten bereits aufgeben. Wenn Nachhaltigkeit im Mittelpunkt des zukünftigen Handelns stehen soll, dann muss dies auch, politisch unterstützt, für die ökonomische Säule zutreffen und sich auf Bildung, Wissenschaft und Forschung ausweiten.
Neben Prof. Hans-Josef Endres waren mit auf dem Podium:
- Dr. Thorsten Dreier (Covestro)
- Dr. Ralf Duessel (Plastics Europe Deutschland)
- Bernhard Hoppe-Biermeyer, MdL (CDU-Landtagsfraktion NRW)
- Dr. habil. Volker Strauss (Umweltbundesamt)
- Johannes Winkel, MdB (CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Junge Union Deutschland)
Die Veranstaltung ist in gesamter Länge auf YouTube eingestellt: K 2025: Wettbewerbsfähigkeit als Treiber der Transformation - Keynote und politisches Panel