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WIP-Jahresforum am 16. Juni 2021

WIP-Jahresforum am 16. Juni 2021

© wip-kunststoffe

Das diesjährige Fachforum des WIP stand unter der Überschrift „Die Zukunft der Kunststoffbranche liegt in der zirkulären Wirtschaft“. Kunststoff kann fast alles. Er kann auch besser als viele andere Werkstoffe im Kreis gefahren werden. Da waren sich alle Teilnehmer auf dem WIP-Jahresforum 2021 einig. „Plastics for Future“ lässt sich mit nachhaltigem Kunststoff realisieren. Um von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft zu kommen, ist gemeinsames Handeln gefordert.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Hans-Josef Endres, Leiter des Instituts für Kunststoff- und Kreislauftechnik an der Leibniz Universität Hannover und WIP-Vorstands-Mitglied. Seine erste Anmoderation galt dem niedersächsischen Wirtschaftsminister, Dr. Bernd Althusmann, der der Kunststoffbranche in seinem Grußwort den Rücken stärkte, indem er ihre große Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen ansprach: „Wir streben danach, immer effizienter zu leben. Gerade deshalb bietet Kunststoff unverzichtbare Potenziale für den Aufbruch in ein klimaneutrales Industriezeitalter. Niedersachsen und Deutschland haben eine starke und innovative Kunststoffindustrie. Umwelttechnisch werden hier Maßstäbe gesetzt, an die andere Länder nur schwer heranreichen. Im Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Wissenschaft erarbeitet das Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik zukunftsorientierte und umsetzbare Lösungen – das ist der richtige Weg, um die, durch die zunehmende Nutzung von Kunststoff entstehenden Umweltprobleme anzugehen und gleichzeitig seine großen Stärken weiter auszuschöpfen.“

Unsere Welt steht vor enormen globalen Herausforderungen. Die Ressource Erdöl wird immer knapper und dennoch nehmen die Müllberge aus Plastik zu. Das Denken und Wirtschaften in Kreisläufen ist gefordert. Dabei muss in Zukunft darauf geachtet werden, die Dinge ganzheitlich und nachhaltig zu betrachten. Die Potenziale des Kunststoffs müssen genutzt und Lösungen für die Kreislaufführung verbessert werden.

„Bisher wurden Kunststoffe und Produkte im Hinblick auf ihre Verarbeitung und Anwendung optimiert, das reicht zukünftig nicht mehr aus. Kunststoffe und Kunststoffprodukte müssen zusätzlich mit Blick auf weitere Nutzungsphasen und damit auch stärker mit Blick auf die Kreislaufführung optimiert werden. Wertschöpfungsketten müssen zu Wertschöpfungskreisläufen werden,“ so Endres.

Daran müssten alle Beteiligten gemeinsam arbeiten. Die Botschaft an den Niedersächsischen Wirtschaftsminister war deshalb unmissverständlich: Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe gelinge nur durch eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. „Hierzu ist auch eine gemeinsame Unterstützung aus allen Ministerien notwendig“, verdeutlichte Prof. Dr. Krumpholz, Vorstandsvorsitzender des WIP und Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück.

Zum WIP-Kunststoffe e. V.

Die Kunststoffindustrie in Norddeutschland hat einen hohen wirtschaftlichen und sozialen Stellenwert. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Innovationsfähigkeit von Unternehmen der Polymerbranche zu stärken und weiter auszubauen. Zunehmend wichtiger wird es, Wertschöpfungskreise zu schließen. Vor diesem Hintergrund haben Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen im Jahre 2001 das WIP-Kunststoffe Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik gegründet. Dem Netzwerk gehören heute über 50 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststofftechnik an. Der Erfahrungsaustausch, gemeinsamer Wissenszuwachs und Produktentwicklung sowie Problemlösung, stehen ebenso im Mittelpunkt der Arbeit wie die effiziente Partner- und Expertensuche - alles unter dem Motto, gemeinsam schneller zum Erfolg!

Weitere Informationen finden Sie hier: https://wip-kunststoffe.de/wip/herzlich-willkommen/