Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik Forschung Aktuelle Projekte
NiBreHoDae – Nichtbrennbarer Holzfaserdämmstoff für den mehrgeschossigen Holzbau: Entwicklung eines porösen, nichtbrennbaren Dämmstoffs mit anorganisch gebundener Holzfasermatrix

NiBreHoDae – Nichtbrennbarer Holzfaserdämmstoff für den mehrgeschossigen Holzbau: Entwicklung eines porösen, nichtbrennbaren Dämmstoffs mit anorganisch gebundener Holzfasermatrix

Jahr:  2025
Förderung:  Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH); Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)
Laufzeit:  10/2025 bis 9/2028

Holzfaserdämmstoffe leisten einen wichtigen Beitrag für nachhaltiges Bauen, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und sehr gute Wärmedämmeigenschaften aufweisen. Ihr Einsatz ist jedoch bislang durch ihr kritisches Brandverhalten eingeschränkt: Herkömmliche Holzfaserdämmstoffe sind lediglich normal entflammbar und erfüllen damit nicht die Anforderungen des mehrgeschossigen Holz- oder Hochhausbaus. Nichtbrennbare Alternativen wie Mineralwolle bieten zwar einen hohen Brandschutz, basieren jedoch nicht auf nachwachsenden Rohstoffen.

Im Verbundprojekt NiBreHoDae entwickelt das Projektteam einen neuartigen Dämmstoff, der die Vorteile beider Materialklassen vereint. Ziel ist ein überwiegend aus Holzfasern bestehender Dämmstoff, der durch anorganische Bindemittel und geeignete Additive die Nichtbrennbarkeitsklasse A2 erreicht. Gleichzeitig soll eine gezielt eingestellte Porenstruktur eine hohe Dämmleistung gewährleisten, während geringe Rauchgasemissionen im Brandfall die Sicherheit erhöhen. Der Dämmstoff könnte später sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, beispielsweise als Fassadendämmung oder Wärmedämmverbundsystem, eingesetzt werden.

Das IKK - Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik übernimmt im Projekt die ökologische Bewertung des neu entwickelten Dämmstoffs mittels Ökobilanzierung. Dabei werden die potenziellen Umweltauswirkungen entlang des gesamten Lebenswegs analysiert, Hotspots identifiziert und Optimierungspotenziale bereits während der Materialentwicklung aufgezeigt.

Ansprechpartner

Can Sönmez
soenmez@ikk.uni-hannover.de
+49 511 762 13206

Dr.-Ing. Sebastian Spierling
spierling@ikk.uni-hannover.de
+49 511 762 13303