Simon Lowitzki

Titelverleihende Universität: Leibniz Universität Hannover

Kooperation: AUDI AG

Titel des Promotionsvorhabens: Systematische Untersuchung der Recyclingfähigkeit von Kombinationen verschiedener Kunststoffe

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens: Kunststoffbauteile bestehen häufig nicht nur aus einem Kunststoff, sondern aus einer Kombination mehrerer Kunststofftypen. Insbesondere in der Automobilindustrie werden verschiedene Kunststoffe aufgrund ihrer individuellen Eignung für bestimmte Anwendungen gemeinsam eingesetzt. So bestehen Innenraumteile häufig aus einem harten Trägerkunststoff und einem darüber liegenden weicheren, haptisch ansprechenden Kunststoff. Gängige Verbindungstechniken wie Kleben oder Hinterspritzen führen zu einem dauerhaften Materialverbund, der sich nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand wieder trennen lässt. Eine sortenreine Rückgewinnung durch Demontage oder mittels Post-Schreddertechnologien der Kunststofftypen aus den betroffenen Altbauteilen ist häufig nicht mehr möglich. Lediglich für minderwertige Downcycling-Anwendungen oder für die thermische Verwertung werden diese Verbunde noch eingesetzt. Wenig untersucht ist dagegen die Möglichkeit, untrennbare Kunststoffverbunde gemeinsam zu recyceln, um sie der Kreislaufwirtschaft zuzuführen. Dabei spielt die Verträglichkeit der Kunststoffe eine zentrale Rolle. Die Wiederverwendung von kompatiblen Kunststoffkombinationen birgt ein großes Potenzial für die OEM, die durch die Altfahrzeugverordnung zusätzlich motiviert sind, einen höheren Rezyklatanteil in Kunststoffbauteilen zu etablieren.

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Die Abbildung zeigt eine Aufnahme der zerstörend geprüften Probenkörper und der Bruchflächenanalyse mittels Rasterelektronenmikroskop am Beispiel einer Kunststoffkombination aus PP (80 %) + TPS (20 %) (l.) und PP (80 %) + ABS (20 %) (r.)

Das Hauptziel des Promotionsvorhabens ist daher die Untersuchung der Recyclingfähigkeit prominenter Kunststoffkombinationen aus dem Automotivebereich. Anhand der generierten Ergebnisse sollen im Rahmen von Handlungsempfehlungen für das „Design for Recycling“ Aussagen zu verträglichen und kritischen Materialkombinationen getroffen werden, sowie zu recyclinggerechten Verbindungstechniken. Das Promotionsvorhaben ist in ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Audi AG eingebettet.

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