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Fortschritte in der Recyclingtechnik – IKK-Kolloquium vom 01. Juli 2025

Fortschritte in der Recyclingtechnik – IKK-Kolloquium vom 01. Juli 2025

© IKK

„Einfach bei der Bauteilgestaltung das Gegenteil von dem machen, was wir aktuell tun, dann sind wir schon viel näher dran, am Design for Recycling!“, führt Prof. Hans-Josef Endres als Veranstalter bei tropischen Temperaturen vor mehr als 100 Teilnehmern in das Recyclingthema ein. Für ihn nimmt das Design am Anfang der Prozesskette eine wichtige Position in der Recyclingwertschöpfungskette ein und dort gemachte Fehler, können meist nicht oder nur sehr aufwendig in den nachfolgenden Prozessschritten korrigiert werden.

„Meist befinden sich viele miteinander verklebte und verschweißte Materialien in einem Bauteil. Daran müssen wir etwas ändern“, so Endres weiter. „Doch bis das Design passt, bedarf es mehr Intelligenz in den Recyclingprozessen, um Parameter zu messen, zu steuern und mit Inlinemethoden Prozesse zu optimieren um damit das Risiko zu reduzieren und die Rezyklatqualität gleichzeitig zu erhöhen.“

Dem schloss sich Dr. Michael Merwart, Leiter des Transformationsnetzwerkes neu/wagen und Sponsor des 4. IKK – Kolloquiums, an. Für Merwert sind Wertschöpfungsnetzwerken und Demontagefabriken dabei ein wichtiger Faktor. Als Erfolgsbeispiel führte er die „Recycling“-Geschichte der StreetScooter in Hannover auf.

Danach folgten elf spannende Industrievorträge, mit innovativen Ansätzen für ein besseres Recycling:

Logistikpfade und Sortierlösungen umgestalten, Stoffströme neu denken, Qualität sichern, bekannte mechanische und weiterentwickelte optische Verfahren effizient nutzen, Kreislaufwirtschaft garantieren und nachverfolgen oder innovierte spektroskopische Methoden zur Inlineanalytik

Endres fasst zusammen, dass ihm die Veranstaltung Mut gemacht hat, denn sie zeigte auf, wie intensiv bereits gehandelt und nicht nur abgewartet wird, dass die Politik entscheidet. „Das höherwertige mechanische Recycling steht erst am Anfang und es kann zudem mit den chemischen und lösemittelbasierten Recyclingverfahren synergetisch kombiniert werden. Wir können selber aktiv werden, wir, Industrie und Forschung gemeinsam“, spornt Endres alle Teilnehmer an und es wird deutlich, wie wichtig ihm der Austausch im Rahmen solcher Veranstaltungen ist.

Ein besonderes Dankeschön geht an Dr. Merwart für das Sponsoring des Kolloquiums und damit für die indirekte Förderung des Austausches und natürlich auch an die Referenten für ihre spannenden Beiträge und an alle Teilnehmer, für ihre kritischen, Anregungen und ihr Interesse.

Mit dabei waren als Referenten:

Wir freuen uns auf das 5. IKK-Kolloquium im Sommer 2026 – Sie hören von uns.